Aktuelles
Im Frühsommer 2009 Jahres sind zwei Dissertationen zum Thema CargoCap am Lehrstuhl für Maschinenelemente und Fördertechnik der Ruhr-Universität Bochum (Prof. Dr.-Ing. Gerhard Wagner) abgeschlossen worden.
Die Dissertation von Lutz Hohaus ("Entwicklung einer Verzweigungsvorrichtung für das System CargoCap, simulationsgestützte Ermittlung von Betriebslasten") beschäftigt sich mit der Entwicklung einer Verzweigungsvorrichtung für CargoCap, die die Grundlage für das Fahren in energieeffizienten Fahrverbänden schafft und somit ebenfalls eine hohe Kapazität ermöglicht. Die bei der Weichendurchfahrt auftretenden Betriebslasten unter Variation des Lastschwerpunktes sind simulationsgestützt ermittelt und mithilfe eines Weichenprüfstandes im Maßstab 1:4 verifiziert worden.
Die Dissertation von Peter Knüpfer ("CargoCap - Optimale Fahrbewegungen autonomer Fahrzeuge") beschreibt die optimale Fahrweise der Fahrzeuge im Hinblick auf die Ausnutzung der Kapazität des Transportsystems, der Einhaltung von Sicherheitsabständen und der Minimierung des Energiebedarfs. Dazu wird die zur Annäherung der Fahrzeuge sichere Trajektorie beschrieben und analysiert, sowie ein Entscheidungskriterium zur Bewertung der Bildung von Fahrverbänden auf Basis der Energiebilanz hergeleitet. Für die Umsetzung der optimalen Fahrweisen sind Drehzahl- und Abstandsregler erforderlich, die im Rahmen dieser Arbeit entworfen, ausgelegt und simuliert worden sind.
Im August 2009 konnte das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderte Forschungsprojekt „Optimierung des unterirdischen Güterverkehrssystems CargoCap zur Gewährleistung eines energieeffizienten Betriebs“ abgeschlossen werden. Diese schafft die Grundlage, verschiedene Betriebsszenarien aus energetischer Sicht zu beurteilen. In diesem Zusammenhang sind umfangreiche CFD-Simulationen zur Aerodynamik der Fahrzeuge in der Rohrleitung durchgeführt worden. Die Verifikation dieser Ergebnisse erfolgt zur Zeit mithilfe eines Aerodynamikprüfstandes.
An der Modellstrecke ergeben sich ständig Weiterentwicklungen. Erhebliche Fortschritte konnten im Bereich der Steuerungssoftware der erzielt werden. Im Frühjahr und Sommer 2009 ist die Ortung der Fahrzeuge mit RFID-Technik tiefgehend experimentell untersucht worden. Mithilfe der dabei gewonnenen Erkenntnisse wird es nun möglich sein, auch die Abstandsregelung zwischen den Fahrzeugen auf der Modellstrecke zu implementieren.

Im Januar 2010 wurde für eins der beiden Modellstreckenfahrzeuge von der Firma Syntechnics eine Verkleidung aus GFK gefertigt. Diese wurde im Februar an dem erweiterten Rahmen des Fahrzeuges befestigt. Durch die am Lehrstuhl für Maschinenelemente und Fördertechnik entwickelte Verkleidung sieht nun eins der aktuell zwei vorhandenen Modellstreckenfahrzeuge erstmals aus wie ein späteres CargoCap.
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